Single Activity
  • Juliane Hörschelmann veröffentlichte ein Update in der Gruppe Gruppenlogo von Verbundenheit im digitalen RaumGruppenlogo von Verbundenheit im digitalen RaumVerbundenheit im digitalen Raum vor 1 Jahr, 7 Monaten

    Hallo. Ich arbeite im Bereich Hochschuldidaktik.
    Wie versteht ihr den Begriff „Verbundenheit“ in dieser Gruppe?

    • Für mich bedeutet es, dass die Gruppe sich nicht nur schriftlich Austauschen kann, sondern andere Dimensionen dazu kommen sollten: auditiv und visuell.
      Aber die Idee von Verbundenheit trotz Getrenntsein, um sich nicht allein zu fühlen, finde ich auch sehr wichtig., Ich denke man muss Tools finden, die Rückmeldung/Wertschätzung/Unterstützung einfach und unkompliziert machen. Es darf nicht kompliziert sein, sonst wird die Hürde zu groß. Die kids müssen es auch ohne die Eltern hinbekommen, die jetzt unter der Doppelbelastung zu HAuse völlig am Rad drehen.
      Es gibt wohl Plattformen, die das chatten und Videokonferenzen im digitalen Schulraum schon unterstützen.

      • Vielleicht ist es möglich eine generelle Kommunikationskultur (Bsp.: ‚gewaltfreie u/o achtsame Kommunikation‘) in allen digitalen Räumen (schriftlich, audio, video) zu etablieren.
        Die Ansätze lassen sich relativ schnell (an einem Wochenende) so lernen, dass sie weitergegeben werden können.

    • Für mich bedeutet es, dass die Teilnehmer*innen (Kids) eines online Treffens das Gefühl von physischer Präsens der anderen haben.
      Meine Erfahrungen bis jetzt sehen so aus, dass es mit Menschen, die Meditationserfahrung haben, relativ einfach über eine kurze Einstiegsmeditation ‚Verbundenheit / Herzmeditation‘ relativ einfach geht. Ich habe aber noch keine Erfahrung mit Kids und online sammeln können.

    • Ich verstehe Verbundenheit als Positivitätsresonanz (Barbara Fredrickson): wenn zwei oder mehr Menschen – sogar Fremde – ein positives Gefühl, egal ob stark oder schwach, miteinander teilen und sich dadurch einander verbunden fühlen. Auf auf biologischer (Hormone, Gehirnaktivitäten) und Verhaltensebene existiert eine Synchronie zwischen Ihnen beiden.
      Verbundenheit ist virtuell nur bewußt herstellbar. Ich habe es in Kleingruppen erlebt, das es funktioniert, wenn die Gruppenmitglieder wesentliche Dinge miteinander teilen. Ich glaube, darum geht es: wesentliche Themen anzusprechen und sich darüber zu verständigen.

    • Ole hat geantwortet vor 1 Jahr, 7 Monaten

      Wichtige Frage, interessante Antworten. Sehe ich das richtig, dass es in diesen Antworten v.a. um eine 1:1-Variante von Verbundenheit geht? Ich kann die Ideen dazu völlig nachvollziehen und finde sie wichtig; tatsächlich verstehe ich Verbundenheit in diesem Kontext aber noch weitergehend im Sinne eines „sense of community“, d.h. die Gruppe als solche steht für mich im Zentrum und wie sie eine solche Verbundenheit erreichen kann. Wir wissen viel darüber in der „physischen Welt“, aber wie können wir das in die „digitale Welt“ überführen? Klar ist aber auch, dass die o.g. Ansätze – physische Präsenz der anderen spüren, Positivitätsresonanz, Wertschätzung – zu diesem Ziel beitragen können.